5.45 Uhr wir wollen weiter …… Der Sturm ist durch und es sieht nach einem schönen Tag aus. Die Berliner und die Yacht aus Schwerin sind schon weg. Jetzt liegen  nur noch die Isis und wir im Hafen von Kristanopel – wir duschen fix, verabschieden uns und dann Leinen los. Leider werden sich hier unsere Wege trennen. Die Berliner wollen nach Bornholm und die Isis will sich mit kurzen Tageszielen nach Hause hangeln. Wir planen grössere Schläge ein.

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Endlich mal wieder ein schöner Sonnenaufgang 🙂

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Wir haben die Leinen schon losgeworfen….. die Isis aus Travemünde liegt noch im Hafen, will aber auch gleich los.

Vor der Hafeneinfahrt unter Landschutz hat sich die See schon beruhigt, draußen aber beschert sie uns heftige Wellen und wir tauchen teilweise sogar mit dem Bugkorb unter Wasser. Seegras macht sich auf dem Vordeck breit und Wassermassen schiessen über Deck an uns vorbei.

Der geplante Törn sollte auf jeden Fall bis Karlskrona gehen, wir müssen direkt daran vorbei und können dann entscheiden ob wir noch 20 sm drauflegen. Das Seegebiet ist gesperrt ( Schiessübung am heutigen Tag der schwedischen Marine) und wir müssen ohnehin noch einmal in die Schärenwelt eintauchen. Wir brauchen die Schären heute in jeder Hinsicht. Zum Einen den Schutz vor dem starken Winden, den hohen Wellen und zu guter Letzt die Möglichkeit abzubrechen wenn es nicht mehr geht.

Aber natürlich klingt das alles zu schön um wahr zu sein …… Jetzt die Kurzform!

45 Sm harter Seegang …. Wasser von allen Seiten, natürlich auch von oben…Brücken die nur 18 Meter hoch sind…. Eigene Masthöhe mit Funkantenne vom Meeresspiegel 17.5m und dann….. nur 2,30 m tiefe Fahrrinne und das bei diesen Wellen – wir passen gerade durch……. es hätte auch keine andere Möglichkeit gegeben, außer wieder zurück nach Kristinaopel und warten bis das Sperrgebiet frei gegeben wird. Aber alles ging gut und dann …… laut Seekarten und Hafenbücher ……. die Drehbrücke Richtung Ronneybyhamn öffnet, bis Ende September, zu jeder vollen Stunde. Wir sind 13.55 Uhr an der Brücke und ….. Nichts passiert! Ein ebenfalls wartender Schwede dreht um 14.30 Uhr um….. wir können es nicht glauben……was für ein sch…. wir recherchieren im Internet und finden heraus, das man den Brückenmeister anrufen muss……soweit zum Thema  Seekarten und Hafeninfo’s und Begleitmaterial. Wir fahren gegen 15.15 Uhr endlich durch. Wir haben uns entschieden bis Ronneybyhamn zu fahren, legen den Kurs auf die freie See hinter dem Schiessgebiet und bekommen die Wirklichkeit zu spüren…… Wellen bis 2m Höhe begrüßen uns „klatschend“ dann ca. 6 Seemeilen vor dem Ziel – Sturmwarnung über den Notrufkanal 16 ( was denn noch alles ? ) Wir kommen der Ansteuerung näher und bekommen eine Welle nach der Nächsten…… wir laufen nach harten 11 Stunden im Hafen und völlig fertig….. ein schöner Hafen, aber gibt’s nicht mehr zu sehen …. Wir sind müde, kaputt und am Ende ….. wir gehen in die Koje….. Morgen heißt es 5.45 Uhr aufstehen !

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Wir legen noch einen drauf, ignorieren Karlskrona und fahren weiter – der sichere Hafen war zum Greifen nah.

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Gerade unter durch….. nach knapp kommt ab! Alles ging gut.

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Wir warten und warten ……. keiner öffnet uns die Durchfahrt ….. 75 Minuten Wartezeit 🙁 wir sind sauer auf dieses Infomaterial!!!!!

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Endlich öffnet die Drehbrücke und gibt uns den Weg zur letzten Etappe des Tages frei…… es kann nur besser werden, dachten wir. Nur zur Info …. der Hafen hat eine Solltiefe von 2.20m …….

Morgen folgt Teil 2

Tag 72 - Freitag den 18.09.2015
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