Der Wind weckt uns – oder besser, er lässt uns nicht schlafen. Der Starkwind, welcher aus Südwest mit 8 Bft. sein Unwesen treibt kommt, lässt uns nicht zur Ruhe kommen. Der Sturm drückt das Wasser aus dem ohnehin schon flachen Hafenbecken ( Solltiefe 2.80 m ). Nun sind wir bereits bei 2.40 m Tiefe angelangt und der Wind drückt immer mehr. Der vor uns liegende Segler aus Travemünde hat bereits mit dem Zollstock die Wassertiefe ausgemessen, er hat nur noch 20 cm unter dem Kiel …… langsam wird’s knapp. Draußen auf dem Meer sieht es zur Zeit, bei 3 Meter hohen Wellen, nicht nach Wetterberuhigung aus. Der Seewetterbericht kündigt gegen 16.00 Uhr nachlassenden Wind an – hoffentlich! Wir haben gerade noch mal gemessen ( 15.15 Uhr ) es sind immer noch über 16m pro Sekunde ….. sch…..!

Also auf in den stürmischen Ort 😉 Wir finden einen alten Feuerkorb, der in vergangenen Zeiten wohl als Leuchtfeuer gedient haben muss, oder er diente dazu die Feinde von See kommend stranden zu lassen. Wie wir erfahren haben fühlen sich die Bewohner, trotz schwedischer Staatsangehörigkeit, als Dänen. Innerhalb der Stadtmauer, so ein Einheimischer, wird tatsächlich dänisch gesprochen. Das erklärt auch warum hier immer schwedische und dänische Nationalflaggen zusammen hängen. Das spricht für die Informationen von gestern …..

Interessant ist auch, das die Stadt und Festungsmauer eine Höhe von 6 Metern hatte und nun auf teilweise 2 -3 m abgetragen wurde. Die Schweden hatten, nachdem diese ( mal wieder ) Besitz von dem Land genommen hatten, die Mühle und viele Wohnhäuser abgebrannt und die Einwohner vertrieben. Nun aber zu den fehlenden Steinen der Stadt- und Festungsmauer. Die Steine wurden nach Karlskroner geschafft um dort eine Festung/Schloss/Schutzwälle zu errichten – so weit die Geschichte wie sie uns erzählt wurde.

Auf dem, schon gestern erwähnten, Campingplatz am Hafen wurden 1956 die ersten Hütten als Ferienhäuser erbaut und werden heute noch von Gästen besucht, welche zur Eröffnung bereits anwesend waren. Das teilte uns der Hafenmeister sehr stolz mit, welcher auch den Campingplatz betreibt.

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Der Feuerkorb diente wohl als Leuchtfeuer für die Seeschifffahrt oder um die seewärts kommenden Feinde irrezuleiten. Genau haben wir das leider nicht herausgefunden.

Der starke Wind treibt uns noch einmal in den Ort….. einkaufen. Wir sind erstaunt. Ein kleiner Laden hat geöffnet, wir gehen hinein und sind abermals erstaunt…… hier bekommt man einfach ALLES und das zu wirklich fairen Preisen. Unglaublich! Ist wohl doch eine kleine Weltstadt dieses Kristianopel mit seinen 81 Einwohnern 😉 später wird uns noch erzählt, dass hier ca. 25 Einwohner überwintern und immer mehr finanzkräftige Stockholmer hier versuchen Häuser zu erwerben.

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Ein sehr gepflegter Campingplatz mit kleinen Ferienhäuschen und zahlreichen Stellplätzen für Wohnmobile. Hier mangelt es an absolut nichts. Auch hier …. für Camper – sehr empfehlenswert!

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Hier steht kein Fähnchen, keine Flagge alleine – immer schwedisch/dänisch. Selbst in den Wohnhäusern bringt man die Verbundenheit mit Dänemark zum Ausdruck.

Tag 71 - Donnerstag den 17.09.2015
Tag 73 - Samstag den 19.9.2015

6 thoughts on “Tag 72 – Freitag den 18.09.2015

  1. Hallo Thomas,
    Ulli u. Uwe aus Langenhagen sowie das Zulassungsteam drücken Euch ganz fest die Daumen das sich das Wetter endlich mal zu euren Gunsten entwickelt. Gruß Uwe

    1. Hallo Uwe, wir wissen das die Jahreszeit nicht mehr besonders wird, aber wir wollen nicht abbrechen. Vielen Dank für die Grüße und Gruß an Ulli und natürlich auch an das Zulassungsteam.
      Thomas

  2. Samuel 8 jahre alt habt das Flaschenpost gefunden sonntag 20.09.2015 am mittag in die Strand auf Aspan
    i der nähe auf Ronneby hafen. Unsere position 56 grader10min 02.9″N 15grader18min49.3″E.

    1. Hallo Samuel, schön das du dich gemeldet hast. Danke für die Positionsangabe und alles Gute für dich. Schau dir mal in Ruhe mit deinen Eltern und Freunden den Blog Balticsea2015.de an, es lohnt sich. Wir sind mit dem Segelschiff komplett um die Balticsea.
      Liebe Grüße von der Segelyacht Laura Denise V

  3. Hallo Sailors,

    I am happy to announce that I found your Flaschenpost bobbing around in the water next to my jetty at Aspan near Ronneby, Sweden, on the 20th of September. It says 74. Flaschenpost at the top, I suspect that you have numbered your different messages.I hope you have a good voyage! And that you don’t get too seasick out there!

    All the best,
    Cecilia Broad

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