Augen auf, Regen vorbei, blauer Himmel Sonnenschein – aufstehen. Wir sind wild entschlossen heute zu unserem gestrigen Ziel nach Trosa aufzubrechen. Doch leider hat sich der gestrige Sturm nur abgeschwächt und bläst noch mit 5 bft. aus NNW. Wir ringen und kämpfen 2,5 Std mit uns. Wir wollen raus aus Nynäshamn und nicht länger hier festsitzen- wir wollen einfach nur weiter! Das Ablegen ist das Erste und vielleicht auch grösste Problem. Alle Schritte werden trocken durchgespielt – alle Leinen durchgegangen und der Landanschluss eingeholt.

Ablegen: Klingt gar nicht so schlimm, aber……. bei 5 bft. und zwar von achtern ( hinten ) werden wir sofort gegen den Steg gedrückt und das Heck quer zwischen die Fingerstege. Dann gibt es kein Entrinnen mehr, da das Schiff selbst unter Vollgas, in dieser Situation, nur sehr träge reagiert. Seitliche Führung ist also unbedingt erforderlich, Achterleine so kurz wie möglich. Da ist mittlerweile so viel Druck drauf, dass man es als Gitarrensaite nutzen könnte 😉 . Am Bug darf das Boot nicht zur Seite driften, da sonst …… siehe oben ;). Alle Festmacher sind inzwischen auf diese Situation geändert und eingestellt . In den Nebenbooten beobachtet man unser Tun bereits sehr gespannt – keiner will auslaufen – wir legen ab ……. und es klappt wie am Schnürchen, keine Stegberührung, kein Abdrift ……. puh !!! geklappt!!!

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Der Himmel hat das Lachen nicht verlernt – aber der Wind ärgert uns schon am frühen Morgen. Erst 11 Grad und dennoch fühlt es sich angenehmer an als das Schittwetter des gestrigen Tages.

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Nynäshamn verlassen wir nach Süden im Schutz des Festlandes und der Insel Trehörningen. Die Schären liegen weiter auseinander- so scheint es – aber immer wieder fiese kleine Felsen, die gerade aus dem Wasser gucken. Also aufgepasst und dem vorgeschriebenen Fahrwasser genauestens Folgen. Viele Leuchtfeuer, aber die Schären sind hier anders. Nicht nur weitläufiger, sondern auch häufig unbewaldet, rundgeschliffen und viele sind unbewohnt. Auch nach vielen tausend Inseln immer wieder neue Eindrücke – keine gleicht der anderen.

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Nördlich der Insel Öja umfahren wir Krosk, auf allen Seiten von betonnten Fahrwassern umgeben, etwa 1,5 Km lang und teilweise nur 50 m breit. Ein paar rote Holzhäuser, davor an einem Anleger vermutlich drei redselige Einheimische die uns freundliche zuwinken.

Gegen 15.30 Uhr durchqueren wir bei weiter zunehmenden N – Wind den Gälö – Fjärden und damit die Fahrwasser nach Södertalje, wo der Södertaljekanal  mit der Einfahrt in den Mälaren beginnt Und nähern uns Trosa, das weit im Landesinnere liegt. Sogar hier, im Schutz von Land und Inseln  lässt es sich das Meer nicht nehmen uns einen Gruß zu senden – immer häufiger besuchen uns die Wellen und Spritzwasser in der Plicht und hinterlassen einen feuchten Eindruck 🙁 . Das positive ……. das Schiff glänzt endlich mal wieder 🙂

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Mit uns trifft auch der Wind in Trosa ein und entschließt sich, mit uns für heute Feierabend zu machen. Leinen an, Liegeplatz bezahlen und dann …… ab in eine wunderschöne Stadt. Trosa ist eine idyllische Kleinstadt mit uralten lebendigen Stadtkern. Hier werden viele Szenen der Inga Lindström Filme gedreht. Die zahlreichen nachfolgenden Fotos vermitteln einen kleinen Eindruck dieser typisch schwedischen Stadt.

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Wissenswertes über diese einzigartige und traumhafte Schärenwelt
Tag 61 - Dienstag den 8.09.2015

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