Tag 6 Mittwoch den 27.5. – Klintholm Insel MØN

Natürlich liefern wir den Sonnenuntergang nach :)

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Guten Morgen Deutschland! Es ist 4.20 Uhr, Zeit die Leinen zu lösen!

Bei 3-4 Windstärken aus Nord NordWest segelten wir in einen farbenprächtigen Sonnenaufgang hinein.

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Das war leider das schönste des Tages :( Alles was dann folgen sollte ging an unsere Grenzen. Ca. 1 Std später war der Himmel wolkenverhangen. Die Temperaturen lagen um die 10 Grad und der Wind nahm stetig zu.

1 Seemeile vor der Seeschifffahrtsstrasse hatten wir bereits 7 Windstärken erreicht und die Wellen eine Höhe bis zu 2 Meter. Was dann folgte war der blanke Horror. Trotz mehrfacher Versuche konnten wir die Seeschifffahrtsstrasse  auf Grund zahlreicher Fähren, Frachter, Tanker und Containerschiffe einfach nicht queren. Endlich tat sich eine Lücke auf und wir kämpften uns ca. 2 Stunden durch die Schiffe, Wellen und den Wind.

Anmerkung……. man sollte sich nie darauf verlassen, dass die Schiffe die  Fahrrinne einhalten.

Mit 6,5 Knoten schossen wir durch die Wellen, wobei wir das eine und andere Mal mit dem Bug eintauchten und das Wasser das Deck überspülte.

Einige Wellen ließen es sich nicht nehmen uns in der Plicht zu besuchen und uns mit kühlem Meerwasser zu überschütten. 53 Seemeilen mussten wir gegen Wind, Kälte und Wellen kämpfen, aber letztendlich erreichten wir die Ansteuerung RQR westlich der Insel Hiddensee nach 7,5 Std.

Durch das nun folgende betonnte enge Fahrwasser wurde es leider bis Höhe Zingst nicht angenehmer, da hoher Schwell auf die Steuerbordseite einschlug und die Yacht so mehrmals mächtig auf die Seite legte.

Erst am Ende der Fahrrinne zwischen der Südspitze von Hiddensee und dem östlichen Ausläufer von Zingst beruhigte sich das Fahrwasser.

Auch die weitere Ansteuerung auf den Strelasund ist nur durch betonnte Fahrwasser auf Grund sehr geringer Wassertiefen mit teilweise großflächigem Trockenfall möglich. Eine perfekte Navigation ist hier absolut notwendig, da diese Ansteuerung bei schwerem Wetter dem Schiff und der Crew einiges abverlangt, damit es nicht zu Grundberührungen kommt.

Als wir endlich nach 10,5 Stunden einen Liegeplatz in der Marina von Stralsund anlaufen konnten, sahen wir das Chaos welches sich in unserem Schiff ausgebreitet hatte: nichts lag mehr da, wo es liegen sollte bzw. verstaut war. Mehrere Schapps und Laden hatten sich geöffnet und sich des Inhaltes entledigt.

Die Aufräumarbeiten waren bis zum Redaktionsschluss noch nicht beendet!

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Ein schöner Sonnenuntergang über dem Strelasund sollte für die Anstrengungen des Tages entschädigen.

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Tag 5 – Dienstag, 26. Mai 2015
Tag 7 – Donnerstag, 28. Mai 2015

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