Nur mal so am Rande erwähnt……

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Warum diese Karten Seekarten heißen weiß auch kein Mensch, die haben den Namen Landkarte verdient.  Mehr Land als Wasser. Unser derzeitiges Segelrevier!

Heute wurden wir mal nicht durch die Sonne geweckt, der Wecker war der Übeltäter, musste aber sein…………. angesagte Temperaturen des heutigen Tages, 23 Grad und absolut keine messbare Windstärke. Schon auf dem Weg zum Waschhaus stand die Luft im Fjord – es sollte noch schlimmer kommen. Während der ganzen Überfahrt nach Inkoo (Ingå) waren wir der brütenden Sonne von achtern  ausgesetzt – bis 10.00 Uhr hatten wir die 28 Grad erreicht und die Sonne kannte keine Gnade. Zwar fuhren wir unter Motor mit 4,5 Knoten durch die Inselwelt, Untiefen, Felsen und enge Fahrwasser, aber keine Spur von Abkühlung – die Luft stand.

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Wir verlassen gegen 8.00 Uhr Dragesviken bei schönstem Wetter und jetzt schon unerträglichen Temperaturen. Bereits jetzt steht fest, dass wir bei der stehenden Luft zwischen den Inseln eingehen werden – und genau so kam es dann auch.

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Traumhaft, aber zunehmend engere und flachere Fahrwasser sind zu bewältigen. Die Wassertiefen liegen zwischen 43m und null Tiefe mit stehenden Vögeln. Ein schöner Anblick aber gefährlich. Eine Fahrrinne war so schmal ( Ca 6m ), das die Schiffe nur einzeln durchfahren konnten. Die Wassertiefe betrug da sagenhafte 1,90 m. Dann aber wieder bei eng aneinander liegenden Inseln 40 m – ein Naturschauspiel welches mit höchster Konzentration zu geniessen ist.

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Auf dem rechten Bild sieht man die Vögel zwischen den Inseln auf den Felsen stehen – schön aber nur mit größter Sorgfalt zu genießen.

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Im Schärengebiet von Inkoo gibt es ca. 2000 Ferienhäuser und ca. 300 Menschen die das ausgedehnte Schärengebiet dauerhaft bewohnen.

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Man könnte an dieser Stelle noch diverse Bilder einstellen, aber ich denke für den Leser sind das nur Wiederholungen. Das Naturschauspiel kann man auf Bildern nicht darstellen – man muss es einfach erlebt haben.

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Im Hafen von Inkoo angekommen, legen wir mit dem Heck an und erkunden erstmal die Stadt ( Dorf ) oder so ähnlich 😉 . Klein und überschaubar aber im Hafenbereich wunderschön. Da in den Häfen eigentlich eine Hafengebühr zu entrichten  ist, wollen auch wir dieses zielstrebig erledigen…….. kein Hafenmeister zu finden! Wir erkundigen uns in einem naheliegenden, Cafe wie und wo wir unserer Zahlungspflicht nachkommen können. Die Aussage erstaunt uns etwas……… die Saison ist zu Ende …… Kostet nichts mehr……

Ok, erledigt…… und jetzt ein paar erwähnenswerte Zeilen über die Geschichte von Inkoo ( Ingå ).

Große Teile dieses Gebietes waren von 1944 bis 1956 russisch. Im Jahre 1944 wurden 7000 Bewohner einiger Kommunen unter anderem auch Inkoo innerhalb von 10 Tagen evakuiert da Finnland im Jahre 1944 das gesamte Gebiet um Porkkala für 50 Jahre an die Sowjetunion verpachten musste. Aber bereits 1956 erfolgte die Rückgabe woraufhin viele Einheimische in ihre Heimat und Häuser zurückkehren konnten.

Bereits im ersten Weltkrieg ( 1914 – 1918 ) hatten die Russen eine Befestigungsanlage von der Flussmündung Ingå bis an die Grenze von Lohja sowie in Richtung Vihiti erbaut, um St. Petersburg und Helsinki vor dem feindlichen Eindringen des Westens zu schützen.

Mehr als die Hälfte der Einwohner sind Finnlandschweden auf Grund dessen schwedisch die Mehrheitssprache ist.

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