Hafentag in Liepaja.

Heute ist ein sonniger aber stürmischer Tag und wir haben uns Fahrräder geliehen, Liepaja angeschaut und uns ein Bild von dieser Stadt gemacht. Teils erschrocken über die Ruinen und verfallenden Wohnhäuser im ehemaligen Kriegshafen Karosta – eine Stadt in der Stadt. Nahe der orthodoxen Kirche Plattenbauten die von Künstlern bewohnt sind und gnadenlos zerfallen.

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Liegeplatz im Hafen von Liepaja vor einem wunderschön restaurierten Segler. Die Schwimmstege sind für maximal 10 Schiffe – wir haben an der alten Kaimauer anlegen müssen, da nicht wie beschrieben 60-70 Liegeplätze zur Verfügung stehen. Unmittelbar vor der Brücke am Tirdzniecībaskanal. Hafenmeister und sehr geräumige und gepflegte Sanitäranlagen befinden sich im erstklassigen 5 Sterne Promenade Hotel Viesnīca.

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Das Hotel im Empfangsbereich und von der anderen Uferseite im Hintergrund.

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Einige guterhaltene historische Gebäude befinden sich im Stadtkern (Altstadt) – dort sind unter anderem auch eine Universität und eine Markthalle vorzufinden. Ein besonderen Anreiz zum stöbern gibt auch der Marktplatz mit seinen vielzähligen Ständen.

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Marktplatz im Kern der Stadt.

Neben dem sehenswerten Stadtbild zeigt Liepaja jedoch auch ein sehr erschreckendes Bild.

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Der Stadtteil Korosta welcher über die Kalpakabrücke (Zugbrücke) erreichbar ist , wurde in den 90iger Jahren von der russischen Armee verlassen und bietet heute einen jämmerlich und trostloses Bild von zerfall und Verlassenheit. Inmitten dieser Kulisse befindet sich als brutaler Kontrast die übergroße orthodoxe St-Nikolaus Katedrale, deren Grundstein 1901 von Zar Nikolaus II mit gelegt wurde. Seit dem ersten Weltkrieg wurden viele Kirchengegenstände nach Russland evakuiert und der Rest von Werte von deutschen Soldaten gestohlen. Die gesamte schöne Kirchenausstattung wurde somit zerstört. 

Es ist unverkennbar das die Stadt mit ihrer Vorgeschichte und der Jetztzeit ihre Schwierigkeiten hat.

Tag 24 - Montag den 6.07.2015
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