4.10 Uhr raus aus der Koje, frisch gemacht und Leinen los. Ein schöner Sonnenaufgang, zwar mit kleineren Wolken gespickt, begleitet uns auf die See. 4.50 Uhr stehen wir mit ein Paar Fischern und warten auf die Öffnung der Rollbrücke. Punkt 5.00 Uhr öffnet diese und die Fahrt geht gemeinsam mit den Fischern auf das Meer.

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So kann es kommen – und das kam so: Ustka als Tagesziel festgelegt – 21 sm nordöstlich. Das sollte heute reichen! Und am Ende waren es über 70 sm. Aus 21 sm wird nichts, das wird uns schnell klar. Zwischen Darlowo und Ustka befinden sich zwei militärische Sperrgebiete, die ausgerechnet heute nicht befahren werden dürfen. Sie erstrecken sich genau zwischen den beiden Häfen, vom Strand aus über die gesamte 12 Meilen Zone. An der seewärtigen Grenze sind es alleine 28 sm!! Also bis Ustka 12 sm plus 28 sm 12 sm. Es macht 52 sm um in den 21 sm entfernten Hafen zu gelangen. Dazu kommt der Wind genau von dort, wo wir hinmüssen. Die ersten 12 Seemeilen sollten schon zur Herausforderung werden. Nur gegenan und dann bei 1,5 Meter Welle – wahrlich kein Vergnügen. Immer wieder tauchten wir mit dem Bug in die Welle ein und überspülte das Schiff – das einzig positive dabei ….. das Deck wurde sauber. Nach 3,5 Std dann endlich die Erlösung – Kurswechsel! 30 Grad. Im Nordwesten des Sperrgebiets können wir endlich Segel setzen, unter Vollzeug  rauschten wir mit bis zu 6 Knoten Kurs 30 Grad durch die aufgewühlte See. Nach 6 Std entschlosssen wir uns Ustka zu ignorieren und wählten als neues Ziel Leba. Die Entscheidung fällt uns nicht schwer: Hafen und Ort sind weitaus schöner beschrieben, Wind und Kurs passen und ein Hafentag zur Erholung lockt. Ein weiterer Anreiz ist auch der dortige Slowinski Nationalpark mit seinen Wanderdünen ( mehr darüber erfahrt ihr Morgen). Entlang der Küste deren landschaftliche Schönheit seines Gleichen sucht, besticht durch seine Steilküsten, Wälder, Dünen und endlos weisse Strände. Nach 15 hart erkämpften Stunden erreichen wir den kleinen Kur- und Badeort Leba. Anmerkung – wie auch in Hafenhandbüchern beschrieben, kommt es bei auflandigen Winden  zu einen hohen Welle und der Hafen ist auf Grund starker Versandungen mit einer relativ schmalen Zufahrt nur mit größter Achtsamkeit anzulaufen. Hinweis – am besten richtet man sich an nach dem rechten Molenkopf und geht erst kurz vor der Einfahrt ins Fahrwasser. Die in den Hafenhandbüchern bei aufwändigen Winden als schwierig und gefährliche beschriebene Hafeneinfahrt haben wir bereits bei 3-4 Windstärken aus West erheblich zu spüren bekommen. Wie ebenfalls in den Hafenhandbüchern beschreiben, trifft es leider nicht zu, das Steg A und der Südsteg für Gäste vorbehalten ist. Vielmehr ist es so, das eigentlich nur eine handvoll Liegeplätze zur Verfügung stehen. Auch wir haben leider an der Tankstelle anlegen müssen, da sonst keine Möglichkeit bestanden hätte dort im Hafen anzulegen. Ansonsten ist es ein schöner und ruhiger Yachthafen mit Restaurant und div. Einkaufsmöglichkeiten.

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weitere Bilder werden noch folgen.

Tag 17 - Montag der 29.6.2015
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