4.00 Uhr wecken. Von einem gigantischen brennenden Meer ( Sonnenaufgang ) wurden wir begrüßt. Kurzerhand die Leinen und Stromversorgung gelöst um Richtung Alter Rügendamm pünktlich zur Brückenöffnung vor Ort zu sein. In Begleitung eines Seglers aus Berlin und dem freundlichen „Moin“ des Brückenwärters verliessen wir Stralsund in Richtung Greifswalder Oje. Durch engbetonntes Fahrwasser durchfuhren wir in den nächsten Stunden den östlichen Strelasund und deren Untiefen bis zur offenen Ostsee südlich des Thiessower Haken.

Unterwegs sahen wir noch einige Überbleibsel aus DDR Zeiten, wie z.B. die Volkswerft von Stralsund deren riesige Schiffsbauhalle bis zum Mittag in unserem Kielwasser sichtbar blieb. Südlich von Rügen bot uns eine wunderschöne  Naturküste mit ihren kleinen Häfen ein tolles Bild. Bei sonnigem wolkenlosen Himmel hatte sich dieser Tag mittlerweile zu einem Sommertag vom Feinsten entwickelt.

Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, mit div. Flaschenpost den Poststreik zu umgehen.

Gegen 10.30 Uhr erreichten wir am Südperd den Zugang zur offenen Ostsee. Die Greifswalder Oje ( auch Helgoland der Ostsee genannt ) umsegelten wir in nördlicher Richtung die Untiefen der südlich liegenden Untiefen der Insel. Bereits am Wochenende kam es dort zu mehreren Havarien und somit zum Einsatz der DGzRS. Einige Segler sind dort in die Untiefen geraten und konnten nur durch professionelle Hilfe aus ihrer misslichen Situation gerettet werden. Auf der Fahrt durch die endlosen betonnten Fahrwasser konnten wir wunderschöne Steilküsten und Naturhäfen bewundern. Da sich der Tag von der sommerlichsten Seite zeigte und uns somit ideale Wetterbedingungen bescherte, entschlossen wir uns, den Kurs von Swinemünde auf einen östlicheren Hafen umzulegen. Als neues Ziel legten wir den Hafen von Dziwnòw fest, welcher in der Mündung der Dziwna liegt. Ein idyllischer und gepflegter Hafen inmitten der Natur und der kleinen Stadt mit einer Klappbrücke um in das Landesinnere einfahren zu können.

Als wir nach 14 Stunden und 70 zurückgelegten Seemeilen die Leinen angelegt hatten und die bürokratischen Formalitäten im Hafenbüro erledigt hatten, konnte ich (der Skipper) endlich die Geburtstagsgeschenke auspacken.

Ein schöner Segeltag neigte sich dem Ende. Das einzige was fehlte war meine Familie.

54 Grad 01,17′ Nord 14 Grad 44,15′ East

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Sonnenaufgang um 4.10 Uhr mit Anfahrt auf die Zugbrück/Klappbrücke „Alter Rügendamm“

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Anfahrt in den kleinen aber idyllischen polnischen Hafen von Dziwnòw.

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Natur Pur durch die betonnten Fahrwasser Rügens – Richtung Greifswald.

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div Flaschenpost auf die Reise geschickt und Untiefen/Gefahrentonne im militärischen Sperrgebiet vor Dziwnòw nördlich umfahren müssen. Kleine Klappbrücke vor dem Stadthafen. Öffnungszeiten stündlich nach Anmeldung über UKW Funk Kanal 10.

Tag 13 - Donnerstag den 25.6. Stralsund
Tag 15 - Samstag den 27.6.2015

2 thoughts on “Tag 14 – Freitag den 26.6.2015

    1. Danke Simon, wir sind bereits in Kolobrzeg und Segeln morgen weiter Richtung Darlowo das ist der drittletzte Hafen vor Litauen.

      Grüße vom Skipper und Navigator

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