Die geplante Abfahrt konnte nicht pünktlich erfolgen! Grund des Problems war der Navigator Mathias H.,  welcher nicht pünktlich zur Wache erschienen war.Solche Unzulänglichkeiten können an Bord nicht geduldet werden, als disziplinarische Maßnahme wurde er neben seiner Arbeit als Navigator, vom Skipper, zum Dienst in der Kombüse verurteilt! Als wir dann endlich gegen 4.00 Uhr die Leinen am Steg 9 im Yachthafen von Grömitz loswerfen konnten, segelten wir aus dem Hafen an einem dort ankernden Traditionssegler, dem Dreimaster Fridtjof Nansen ( benannt nach einem Norwegischen Polarforscher)  aus Stralsund in einen traumhaften Sonnenaufgang.

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Was uns für ein Naturschauspiel noch geboten werden sollte, konnten wir uns beim besten Willen nicht vorstellen. Ein Sonnenaufgang der besonderen Art. Ein Flammenmeer über dem Meer erwartete uns!

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Ein wahrer Traum! Bei besten Wetterverhältnissen konnten wir mit achterlichem Wind direkt 95 Grad – Kurs Kühlungsborn –  anlegen. Als wir die Seeschifffahrtsstrasse erreicht hatten, herrschte dort bereits reger Schiffsverkehr. Es war uns kaum möglich, die Schifffahrtsstrasse ohne Ausweichmanöver und Kurskorrekturen zu durchkreuzen. Warum kommen die Tanker und Fähren immer dann, wenn wir da durch müssen ? Immer das Gleiche :( Mit ca. 5 Knoten segelten wir an schönen Küstenlinien wie Dahmeshöved, der verbotenen Halbinsel Wustrow sowie an Rerik vorbei. Leider mussten wir auch an Küsten vorbei segeln, welche durch Warntonnen (Gefahrentonnen) gekennzeichnet sind. In diesen Bereichen der ehemaligen DDR, gibt es leider immer noch die Kriegswerkzeuge aus dem 2. Weltkrieg. Leider eine tickende Zeitbombe!!!!!!! Bereits im Strandbereich der Region Rerik müssen immer wieder Strandabschnitte gesperrt werden, da es dort mehrfach zu Munitions- und Granatenfunden gekommen ist!

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Nach ca. 5,5 Stunden konnten wir bereits einen der höchsten Leuchttürme der deutschen Ostseeküste, den Bastorfer Buk, sichten. Von da an waren es nur noch ca. 5 Seemeilen zum Zielhafen Kühlungsborn. An den Küstenlinien vorbei, mit dem Blick über die gelbleuchtenden Rapsfelder, wurde uns ein kurzweiliger Anblick geboten. Die Natur hat wunderschöne Seiten, man muss sie nur erkennen!

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Nach ca. 32 Seemeilen hattenwir die Hafeneinfahrt direkt vor unserem Bug und konnten uns einen Liegeplatz an einen der vorderen Stegen sichern (kommt selten vor).

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Eine schöne Überfahrt mit vielen Eindrücken gIng zu Ende. Bis auf einen Frachter, welcher die Fahrrinne verlassen hatte, um seinen Weg abzukürzen und uns einige unschöne Wellen bescherte, war es ein toller Tag. Leinen angelegt, Landanschluss für die Stromversorgung angeschlossen und die Hafengebühr bezahlt. Jetzt nur noch zu Edel&Scharf und die beste Kultcurrywurst im Lande genießen!

Tag 2 – Samstag, 23. Mai 2015

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