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Moin Moin, heute haben wir unseren “Brückentag” genommen, warum und wieso wie diesen so nennen? Ihr werdet es lesen.

Nykobing haben wir gegen 8.00 Uhr verlassen um in den 38 Seemeilen entfernten Hafen in Stubbekøbing einzulaufen.

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Die Wettervorhersage sprach von 1-2 Bft., was absolut nicht schlimm ist, das Problem war nur das wir gegen den Strom (Guldborg Sund) fahren mussten. Wir hätten hier sowieso nicht gesegelt, aber nun mussten wir auch noch gegen das bisschen Wind und den Strom an. Bedeutete – Ca 1,5 Knoten Gegenströmumg. Zeitfaktor – bei 38 Sm würden wir dann tatsächlich unter Last 3,5 – 4 Std. länger für die Etappe benötigen. Anfangs war das dann auch so! Wir machten gut 5 – 6 Knoten und verloren dabei 1,5 Meilen. Erst beim verlassen des Guldborg Sund machten wir gute Meilen, das Wasser hatte sich vom Vortag beruhigt und wir holten die Zeit wieder ein….. Das Wasser glich einem Spiegel und wir frassen die Meilen nur so. Was uns wiedermal unseren Puls hochschnellen lies, waren die zahlreichen Delfine. Wir haben insgesamt 7 -8 davon gesehen, teilweise im Verbund oder auch einzeln. Wahnsinn!! Ich versuche morgen die Bilder  zu bearbeiten und stelle diese dann noch in den Blog.

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Es war wieder traumhaftes Wetter und die Temperaturen bewegten sich jenseits der 20 Grad Marke. Auch hier konnten wir die Natur genießen, natürlich immer auf die Sicherheit bedacht fuhren wir den Sund bis Guldborg durch dicht an dicht liegenden Tonnen und Picken. Wir haben im Leben wirklich schon viele Schwäne gesehen, aber was hier los war könnt ihr euch nicht vorstellen. Abertausende von Schwänen in ein Natur wie aus dem Bilderbuch.

Nachdem wir Ca. 8 Seemeilen später die erste Brücke  ( Hebebrücke ) erreicht hatten, war das Glück auf unserer Seite. Der Brückenwärter ließ den Verkehr ruhen, schloss die Schranken und öffnete uns die Brücke ….. Keine Wartezeit – Super! Wir konnten direkt durch und wir bedankten uns bei ihm mit einem freundlichen “Tack” Danke.

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Wenn ihr aber glaubt das wäre die einzige Brücke gewesen….. ihr irrt euch! Erinnert ihr noch??? Der Brückentag – hier folgt die Erklärung.

Auf unserem Törn haben wir diverse Brücken durchfahren müssen, mal mussten diese geöffnet werden, mal kamen wir bei 28 Höhe locker durch. Brücken zwischen Lolland – Falster – Sjælland und davon gibt es mehrere ;)

Das soweit zur Erklärung unser “Brückentag”

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Wir hatten aber noch diverse Erlebnisse der besonderen Art…. unter anderem sind wir an traumhaften Inseln wie Femø, Fejø und Bogø vorbei Richtung unserem Zielhafen. Auf der Insel Femø habe ich mal vor Jahren die nettesten Dänen kennengelernt die man sich vorstellen kann.

Kurze Erklärung – als mich einmal vor Jahren ein Sturm vor Trelleborg (Schweden) erwischt hat und mir dort das Abwettern verboten worden ist,bin ich also wieder raus aus dem Hafen und wollte mich bis Klintholm auf der Insel Møn durchkämpfen. Da ich dieses aber nicht geschafft habe, wollte ich meine Alternative wählen und zwischen den Inseln unter Schutz gehen. Auch dieses war ein Trugschluss. Auf Grund des Düseneffektes konnte ich den Kurs nicht halten und bin somit an Vordingborg vorbei. Die Sicht war schlecht und ich habe damals ausschließlich mit Karten gearbeitet. Also weiter – ich bin dann irgendwann auf der kleinen Fischer-Insel Femø gelandet. Ich war abgekämpft, fertig, hungrig und hundemüde…. das Schlimmste war allerdings ich hatte keinen Treibstoff mehr, keine Kronen und nur noch ein paar DM in der Tasche. Ich bin dann in die alte Fischhalle um mich zu erkundigen ob ich hier Treibstoff bekommen kann, eine Dusche und was zu Essen und ….. eine Bank. Ein Fischer erklärte mir dann, dass die Tankstelle ist kaputtsei, eine Bank gibt es hier nicht und das einzige Restaurant geschlossen. Mein Glückstag, so schien es…… Der Fischer telefonierte dann mit der damaligen Bürgermeisterin der Insel. Die sorgte dann dafür das alle Reservekanister auf der Insel gesammelt wurden. Der Fischer machte dann Feierabend und lud mich zum Essen auf das andere Ende der Insel ein, wobei er mir erst die Insel zeigte. Er war sehr Stolz auf “seine” Insel und ich sehr dankbar. Am nächsten Morgen fuhr jemand auf das Festland besorgte Sprit und wir konnten wieder weiter. Der Sturm hatte endlich nachgelassen und ich nach all dem Erlebten viel nette hilfsbereite Menschen kennen gelernt. Übrigens…. die Bürgermeisterin war die Tankstellenbetreiberin, die Dame die den einzigen Einkaufsladen betrieb und die Hafenverwalterin der Fischerinsel.

Das war nur die kurze Erläuterung – in Wirklichkeit ist noch viel mehr passiert. Aber das Reicht!!!

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Und nun noch eins …. wir sind endlich am Ziel des heutigen Tages angelangt. Die Leinen angelegt, der Stromanschluss gelegt und die Hafengebühren entrichtet.  Allerdings möchte ich euch nicht vorenthalten wie mein Navigator seine Zeit verbringt.

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…… und sowas nennt der Arbeiten….. Nein, war nur ein Scherz.Er macht seinen Job wirklich gut. Obwohl…..

…. ich war heute auch etwas gestresst – siehe Fotos ;)

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Sieht man doch, oder ?????

Mit den folgenden Bildern verabschieden wir uns für heute und berichten morgen aus dieser Stadt und wenn wir es schaffen, auch noch von der Insel Bogø.

Wiedermal ein traumhafter Sonnenuntergang. Gute Nacht Deutschland!

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Tag 81 + 4 Donnerstag den 12.05.20
Tag 81 + 6 Samstag den 15.05.2016

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