……..es ist bereits Mitternacht und die Wellen haben bereits eine Höhe von bis zu 2 m erreicht, wir wissen nicht warum! Der Wind weht mit ca. 4 Windstärken aus Nordost und wir bekommen mehr Kreuzseen ( Wellen von rechts und links ) als wir verkraften können. Immer heftiger fängt das Schiff an zu rollen, wir können nicht mehr und ändern den Kurs. Aber natürlich, wie zu erwarten, dreht jetzt der Wind und wir werden geschoben. Ob wir wollen oder nicht …..wir sind zu schnell. Fast alles an Segeltuch runter ( nur 1 qm  blieb stehen )  und immer noch 4,5 – 5.0 Knoten. Die Dunkelheit bricht ein und beschert uns einen Sonnenuntergang vom Feinsten, das haben wir uns verdient. Wir können den Kurs nun überhaupt nicht mehr halten und fahren dicht unter dem riesigen Untiefengebiet vor Stockholm unter Maschine, versuchen später wieder zu segeln und müssen wieder abbrechen, der Wind ist weg……. aber nicht die Kreuzwellen. Wir rollen von Stb nach Bbd und wir schauen zu, wie sich unsere Schaps entleeren und sich alles im Schiff verteilt. Hinzu kommt noch der Schiffsverkehr von mehreren Seiten, nur noch Beleuchtung, Backbord- und Steuerbordlaternen  🙁 und dass, wohin das Auge reicht. Wir kreuzen bereits vor der Ansteuerung, wagen es aber nicht bei dem Wellengang und der Dunkelheit in den weissen Sektor des Leuchtfeuers zu fahren(  Fährverkehr).  Wir legen den Kurs gegenan und wir können für 1Std. etwas durchatmen, es ist nicht vorbei, aber auszuhalten. Dann, wie sollte es auch anders sein, nimmt der Wind wieder zu und der Spuk beginnt von vorn. Als wenn das nicht genug wäre, zwischendurch fällt auch immer wieder der Tiefenmesser aus – was kommt denn noch ? Es dämmert, wir sind kaputt, müde und genervt….. Irgendwann stellt man sich die Frage, warum tut man sich das an. Ganz ehrlich??? Es ist Sport, Abenteuer und wir werden immer wieder entschädigt. Wir beginnen mit der Ansteuerung und hoffen, dass die Wellenberge endlich zur Ruhe kommen. Es ist gegen 4.00 Uhr und wir steuern auf die Leuchtfeuer zu und hoffen, dass es schnell genug hell wird, wir wollen nur noch in die Koje, 26 Std. unter diesen Wetterverhältnissen sind genug. Alles geht gut, wir sind bereits hinter den ersten Schären verschwunden, als endlich die Wellen nachließen. Uns fallen die Augen zu und dennoch müssen wir weiter bis zum Yachthafen auf die Insel Bullandö. Es sind noch ca. 11 sm durch die Schären und das durch ungewohnte Wassertiefen zwischen den Inseln. Bis 100 m Wassertiefe sind hier durchaus drin. Breite Fahrwasser und eine grüne Insellandschaft tut sich vor uns auf, wir werden wieder entschädigt!

An vielen Leucht/Richtfeuern und Tonnen vorbei bahnen wir uns unseren Weg durch die Schären ….. Wir sind wieder aufnahmefähig, für diese irgendwie doch andere Schärenwelt im Vergleich zu Finnland oder Åland.

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Ein schönes Segelrevier, wir sind total überwältigt!!!

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Schöne Schärenwelt und schöne Brücke – das Ziel (noch 1,8 sm ) liegt vor uns. Wir passen gerade noch unter der Brücke durch und …….  gute Nacht Deutschland.

Morgen folgt der Hafenbericht.

Tag 50 - Montag den 17.8.2015
Tag 52 - Mittwoch den 19.8.2015

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